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Waschtag



Wenn sich die Wäsche weit über das Fassungsvermögen von 2 (!!!) Wäschekörben stapelt, dann ist es wieder soweit: Waschtag! 

Naja, eigentlich wäre es in dem Fall vor zwei Wochen soweit gewesen, aber wir wollen hier nicht urteilen. 

Vor ein paar Monaten habe ich ein Video gesehen, das meine Art Wäsche zu waschen revolutioniert hat. 

Ich habe immer ganz klassisch nach Farben sortiert. Das sah dann so aus: 1 Stapel weiß, 1 Stapel rot, und ein Stapel dunkel (schwarz, grau, dunkelblau etc.).

Jetzt sieht das ein bisschen wilder aus und auf den ersten Blick könnte man meinen, dass keinerlei System dahintersteckt. 

Es steckt aber sehr wohl System dahinter, und meiner Meinung nach sogar ein besseres, als wenn man nach Farben sortiert.

Meine neuen Wäschestapel werden jetzt nach Stoffart sortiert. Wem das zu kompliziert klingt: Es geht einfach darum, wie dick der Stoff ist. Alle ganz dünnen Stoffe werden zusammen gewaschen, zB. T-Shirts, und alle ganz dicken Stoffe werden zusammen gewaschen, zB. Jeans und Pullover.

Bei mir richten sich die Stapel nach der Menge, die ich waschen muss. Je mehr es ist, desto genauer sortiere ich nach Stoffart. 

Da habe ich dann eben nicht nur dicke und dünne Stoffe, sondern einen zusätzlichen Stapel mit dickeren Polo-Shirts und dünnen Pullovern, einen weitern Stapel mit dünnen Stoffhosen, etc. Je nachdem wieviel Wäsche es eben insgesamt ist und wieviel Fassungsvermögen die Waschmaschine hat.

Wer Angst vor Verfärbungen hat, eine Ausnahme gibt es natürlich: weiße Kleidung. Die nimmt doch sehr gern Farbe auf, also wird sie separat gewaschen.

Bei dem ganzen System geht es darum, dass gleich dicke Stoffe gleich viel Waschmittel aufnehmen und verbrauchen.
Im Umkehrschluss heißt das, wer dickere Stoffe mit dünneren wäscht, bei dem kann es sein, dass die dicken Pullis den feinen Tops das Waschmittel wegsaufen.


Ein bisschen habe ich meine Wäsche früher auch schon so aufgeteilt, und ihr vielleicht auch. Zum Beispiel wenn man die Synthetik-Sportsachen nicht mit der normalen Wäsche zusammen wäscht, oder die Handtücher extra wäscht, dann kommt das schon ziemlich da hin. 😊


Das mache ich immer noch, weil ich normale Kleidung meistens mit 30°C wasche, Bettwäsche und Handtücher aber hin und wieder mit 90°C durch die Maschine laufen lasse. Handtücher gebe ich gern in den Trockner, was bei mir sehr einfach ist, weil ich ein Kombi-Gerät habe. So habe ich die Möglichkeit, dass die Handtücher direkt gewaschen und getrocknet werden. 

Wenn allerdings jemand einen guten Tipp hat, wie man Handtücher ohne Trockner kuschelweich bekommt, dann immer her damit! Wegen der Umwelt wär's...  Und wegen der aktuellen Hitzewelle, bei der ich eigentlich einen noch größeren Bogen um die Trocknerfunktion mache, als sonst schon. 


Sportsachen wasche ich auch bei 30°C. Hier ist wichtig: KEIN Weichspüler!!!! Und zum Sportgewand werfe ich auch immer ein paar von diesen neuen Duftperlen (Lenor Unstoppables in gold - die anderen Sorten kann ich nicht riechen) dazu. Dadurch kann ich Sportsachen nicht nur öfter tragen, ich werde auch nach 10min laufen nicht kurzatmig, weil das Shirt so nach Schweiß riecht. 
Zu den Sportsachen gebe teilweise auch normale Kleidung, wenn sie aus Synthetikfasern besteht. Da habe ich zB. 2 Shirts, ein paar Hosen und ein oder zwei Kleider, sowie einiges an Unterwäsche. Generell versuche ich aber, mir so ein Zeug nicht mehr zu kaufen, und auf natürlichere Materialien zurückzugreifen.


Noch kurz zum Waschmittel: Ich benutze das Aloe Vera Sensitiv-Waschmittel von Frosch für weiße Sachen, Handtücher und Bettwäsche. Für bunte Sachen nehme ich von Frosch das normale Flüssig-Waschmittel. Außerdem benutze ich den Weichspüler von Frosch und flüssiges Calgon. 


Ich benutze immer nur um die 50ml Waschmittel, auch wenn die Maschine voll ist. Das reicht vollkommen aus. Bis jetzt ist alles sauber und frisch aus der Waschmaschine gekommen. Wenn ich mal zu viel erwischt habe, hatte ich beim Aufhängen der Wäsche sogar eher das Gefühl, dass noch Rückstände vom Waschmittel in der Kleidung sind, was sicher keiner will.



Und das war's dann auch schon. Sobald ich herausgefunden habe, wie man es schafft, dass sich die Wäsche selbst aufhängt, zusammenlegt und in den Schrank räumt, gebe ich euch Bescheid!
Ein letzter Tipp für's Bügeln: Kauft nichts, was man bügeln muss! 😜




Wie ihr endlich die Zeit findet alles unterzubringen, was euch Freude macht


  • Ach, ich würde so gerne öfter...
  • Oh Mann, für... habe ich einfach viel zu selten Zeit!
  • Ich würde ja so gerne regelmäßig..., aber ich weiß einfach nicht wann!
  • Ich hätte so gerne mehr Zeit für...
  • ... wollte ich eigentlich schon immer mal probieren!

Wenn ihr das kennst, dann kann ich euch helfen!

Das Wichtigste dabei und die absolute Grundvoraussetzung dafür, dass das hier irgendetwas bringt ist: seid euch darüber klar, was ihr wirklich wollt? Was ist euch wichtig? Zeit für die Familie? Wandern? Kochen? Oder doch Netflix-Bingewatching?

Let's start!


Ihr braucht 6-12 Zettel, je nachdem, wieviele Monate ihr in Angriff nehmen wollt. Ich finde es immer ganz angenehmen, so etwas für bis zum Ende des Jahres zu machen. Wenn einem das zu lange ist, oder ihr lest das gerade im November, dann reicht auch sicher ein halbes Jahr, um zu starten.
Jeder Zettel steht also für einen Monat. Wir sprechen hier von einem ganz normalen Kalenderblatt. Ihr könnt euch das selbst malen oder im Internet eine nette Vorlage aussuchen, die ihr ausdruckt. Wichtig ist nur, dass die Kästchen für die Tage so groß wie möglich sind. 

Ich finde es deshalb gut einzelne Zettel und keinen handelsüblichen Kalender zu verwenden, weil man so beim Planen alle Monate auf einen Blick hat, und nicht immer zwischen den Monaten hin und her blättern muss. 
Wenn ihr fertig seid, könnt ihr die Zettel auch zusammenheften, falls ihr sie überhaupt noch braucht.

Wenn ihr das habt, könnt ihr auch schon loslegen!


Ich habe einen Plan!


1. Feiertage

Tragt alle Feiertage, die für euch relevant sind ein, und dazu auch gleich, wann ihr Urlaub habt.

2. Geburtstage und Special Events

Tragt alle Geburtstage und Special Events, wie zB. Hochzeit, Kommunion, Jahrestag, etc. ein. Am besten notiert ihr dazu auch gleich, der wievielte Geburtstag oder Hochzeitstag dieses Jahr gefeiert wird.

3. Vorausschauend planen

Überlegt euch, für welche Anlässe ihr etwas vorbereiten müsst. Ein Geschenk kaufen vielleicht, oder eine Party planen zum Beispiel. Wenn ihr das wisst, tragt es lange genug vorher in euren Kalender ein.

zB.: Mama Geburtstag am 01.06. → also am 01.05. "Geschenk für Mama besorgen" eintragen.
Das heißt ja nicht, dass ihr an dem Tag das Geschenk kaufen müsst, aber ihr wisst, dass ihr jetzt langsam, aber sicher in die Gänge kommen solltet. 
Sonst denkt man ja immer Ach, ist doch eh noch lang genug Zeit und PAMMM! Eine Woche später ist irgendwie ein Monat vergangen und ihr wollt irgendein perfektes Geschenk online bestellen, aber es geht sich mit der Lieferzeit nicht aus. Und so bekommt eure Mutter von ihrem kleinen Engel, der mittlerweile gute 27 ist, wieder einen Gutschein für eine Umarmung und 1x Staubsaugen.

4. Was ihr wollt!

Jetzt kommt die Grundvoraussetzung zum Einsatz. Ihr wisst, was ihr wollt? Ihr wisst, was ihr (mehr) machen wollt? PERFEKT! Dann überlegt euch jetzt noch, wie oft, und schreibt es auf.

Ein paar Beispiele:

Ich möchte mich gerne mindestens 1x pro Monat mit Freundin Babsi treffen, und mit Freundin Julia sogar alle 2 Wochen. 
Dann tragt ihr euch 1x in jedes Monat "Treffen mit Babsi" (zB. immer Anfang oder Ende des Monats) ein und alle 2 Wochen "Treffen mit Julia".

Ihr wollt außerdem eure Familie eigentlich öfter sehen, als nur zu Weihnachten, Ostern, Geburtstagen, Mutter- und Vatertag? Dann überlegt euch, wie oft wirklich, und tragt euch dementsprechende Termine ein. 
Und wenn eure Antwort ist Naja, sind wir uns mal ehrlich, Weihnachten, Ostern, Mutter- und Vatertag sind ja eh schon 4 Termine im Jahr. Plus 4 Geburtstage (Mama, Papa, Bruder/Schwester und ich). Und zum Nikolaus und zu Silvester komme ich ja auch immer vorbei. Das sind ja eh schon 10 Termine!, dann passt das auch. Dann habt ihr jetzt wenigstens einen Überblick, wieviel Zeit ihr wirklich mit den Menschen verbringt, die ihr liebt und braucht kein schlechtes Gewissen mehr haben, oder euch machen lassen.

Ihr wollt öfter Ausflüge machen und zwar mindestens alle 2 Wochen (weil seien wir mal ehrlich, der Mensch braucht manchmal auch Entspannung)? Dann tragt das ein! 

Ihr wollt mehr Zeit in's Kochen investieren? Tragt jeden Freitag Abend "Rezepte aussuchen" ein und am Samstag geht's direkt zum Markt.

Und so weiter und so weiter...

5. Definiton

Definieren wir das alles noch ein bisschen, denn dann funktioniert es besser. Überlegt euch, was ihr bei den einzelnen Terminen ungefähr machen wollt.
Ihr könnt das dann direkt eintragen, oder einfach eine Liste anlegen.


Zum Beispiel könnt ihr euch eine Liste mit Wanderrouten oder Ausflugszielen überlegen. Das Internet ist da bestimmt eine große Hilfe. Oder ihr nehmt jedes Monat ein anderes Kochbuch, aus dem ihr Rezepte aussucht. Oder ihr überlegt euch, in welchem Lokal ihr euch mit euren Freunden treffen wollt.

6. Einmalig!

Gibt es noch etwas, das ihr einfach nur einmal probieren wollt? Tragt es ganz oben beim passenden Monat, zu keinem bestimmten Tag ein und ungefähr 2 Monate vorher einen Termin, bei dem alles organisiert und gebucht wird, oder ihr zumindest damit beginnt.
zB. Lasertag, Escape the Room, Trampolinhalle, Bungee-jumping, etc.

7. Wochenplanung

Jetzt tragt ihr das alles in den Kalender ein, den ihr im Alltag verwendet. Wenn ihr diese Übersicht der Monate nicht braucht, könnt ihr das natürlich auch direkt in dem Kalender machen, aber ich finde, dass man so besser die Übersicht behält, als wenn man zwischen Wochen oder Monaten herumblättern- oder scrollen muss.

8. Und jetzt...?

Alles was ihr jetzt noch tun müsst, ist euch an euren Kalender zu halten.
Und wenn etwas dazwischenkommt ist das halb so schlimm. Verschiebt es einfach oder löscht es, das macht gar nichts. Aber ihr werdet euch nicht mehr ärgern müssen, weil ihr nie macht, was euch eigentlich Spaß machen würde!

Und erzählt euren Freunden ruhig von eurem neuen Time Management. Das hilft. Zu Beginn finden sie es vielleicht komisch, aber spätestens nachdem ihr euch das dritte Mal so unkompliziert getroffen habt, werden sie ganz von selbst ihren Kalender zücken, um das nächste Treffen auszumachen.



Ich hoffe, ich konnte einigen von euch damit helfen!

Auf die Idee bin ich durch eine liebe Freundin gekommen, die immer unglaublich beschäftigt ist und kaum Zeit hat, weil sie eine Powerfrau ist, die in einem Jahr eben mehr schafft, als andere in 10! 
Wir haben uns lange nicht gesehen und als wir uns dann endlich wieder einmal trafen, war es so unglaublich lustig und toll, dass wir auf keinen Fall zu viel Zeit verstreichen lassen wollten, bis wir uns wiedersehen. Also haben wir uns sofort ein weiteres Treffen für das nächste Monat um die selbst Zeit herum ausgemacht. Sonst haben wir es ja immer spontan versucht, aber das hat einfach nicht so gut funktioniert. Und beim nächsten Mal haben wir wieder ein neues Treffen vereinbaret. So machen wir das jetzt schon seit einem halben Jahr und es funktioniert bestens! 

Alles Liebe! 💖


27 Fakten über mich


So wie all meine Posts kommt auch dieser spät, aber doch.

Ich hatte vor kurzem Geburtstag (deshalb "spät, aber doch", weil nicht brandaktuell) und zwar meinen 27. 
Ob das jetzt alt oder jung ist, dürft ihr für euch entscheiden, ich sehe das halbwegs entspannt. Es kommt halt darauf an, worum es geht. Ein Beispiel: Was Hüpfburgen angeht, bin ich irgendwie (zu) alt. Was Sich-über-die-Jugend-von-heute-Beschweren betrifft, bin ich eigentlich zu jung.
Ihr seht, so ein Geburtstag und damit neues Lebensalter, kann ganz schön kompliziert sein! Es ist ja auch wirklich unfair! Da bekommt man gerade mal so halbwegs raus, wie es mit 26 läuft und pabääähhhm... wird man 27.

Kommen wir aber zum heutigen Post. 
Jaja, oder Post der Woche... Jaaaa gut, vielleicht auch des Monats! Manno, lasst mich doch! Es ist mein Blog! Da darf ich schreiben so oft (und auch so selten) ICH will!
Weil ich selbst solche Posts sehr gern lese, dachte ich mir, mal selbst so einen "ach so lustige und interessante Fakten über mich, die bestimmt jeden interessieren und die Welt unglaublich bewegen"-Post zu verfassen. Naja, aber es ist ja (wie bereits erwähnt) mein Blog und so besteht durchaus berechtigterweise die Annahme, dass euch so etwas interessiert, wenn ihr schon hier seid. :)
Ich werde versuchen mich kurz zu fassen.
Ha, der war gut!

1. Ich habe keinen zweiten Vornamen.

2. Ich habe mir noch nie die Haare gefärbt.

3. Ich esse keinen Salat. Nicht einmal Nudelsalat.

4. Ich bin großer Louis de Funès Fan! Deshalb heißt mein Hund auch Louis ;)

5. Ich habe mir einmal den rechten Zeigefinger und einmal den linken kleinen Finger gebrochen.

6. Ich trinke nur einmal im Jahr Alkohol - an meinem Geburtstag.

7. Ich ertrage es nicht, wenn irgendwo "für was" gesagt wird oder steht! Das heißt WOFÜR! (Da schreie ich auch schon mal die Kino Leinwand an)

8. Ich träume JEDE Nacht und kann mich den ganzen Tag daran erinnern.

9. Ich trage Kontaktlinsen.

10. Zu Hause habe ich immer Hausschuhe an, weil ich sehr schnell kalte Füße bekomme. Sogar im Sommer.

11. Ich bin nicht tätowiert.

12. Ich trinke keinen Kaffee, schwarzen Tee mit Milch dafür umso lieber.

13. Ich bin abergläubisch.

14. Ich habe Ohrlöcher bekommen, als ich ganz klein war, habe aber sonst keine Piercings.

15. Ich habe eine Zeit lang als Kellnerin in einer Bar gearbeitet und war darin ungefähr so toll wie Penny von The Big Bang Theory.

16. Ich habe immer sehr gern gelesen und hatte schon als Kind meine Nase ständig in irgendeinem Buch.

17. Ich liebe alle möglichen Serien und Filme, hasse aber, dass ich so viel fernsehe.

18. Ich habe früher grundsätzlich immer den Aufzug genommen, wenn es einen gab, heute gehe ich fast immer über die Treppen.

19. Ich bin 1,68m groß.

20. Es fällt mir sehr schwer manche Dinge oder Eigenarten (von anderen oder auch mir) einfach zu akzeptieren.

21. Ich habe Flöte und Klavier spielen gelernt, kann es aber heute nicht mehr.

22. Ich erledige fast alles im letzten Moment.

23. Ich bin ein extremer Dickkopf und mache oft Dinge (nicht) "aus Prinzip".

24. Ich liebe die Weihnachtszeit, kann das eigentlich Fest dann aber nie wirklich leiden.

25. Ich habe mir (nicht ganz so) heimlich immer eine Überraschungsparty für meinen Geburtstag gewünscht und heuer tatsächlich eine bekommen! 
DANKEEEE!!!!

26. Ich habe von Natur aus so helle Augenbrauen, dass ich sie regelmäßig färbe und sogar Microblading machen habe lassen.

27. Ich liebe den Herbst über alles! Es ist die beste Jahreszeit überhaupt! Die bunten Blätter, die kühle Brise, die Kuschelpullis...! 

Und jeder, der was anderes behauptet: Der Sommer ist viel zu heiß! 28 Grad haben wir schon lange nicht mehr! 35 Grad im Schatten sind die harte Realität! Und es ist zwar toll, wenn es lange hell bleibt, aber was nutzt einem das, wenn man schon nicht mehr weiß, was man ausziehen soll und ständig von Insekten zerstochen wird!
Der Winter ist zu kalt und eisig (das habe sogar ich nach diesem letzten Winter eingesehen) und der Frühling ist zwar ganz nett, aber da sind die Bäume noch viel zu kahl und die ganzen Insekten sind dann schon wieder da!
Oh Mann! Sorry, aber da habe ich eine ziemlich gefestigte Meinung (siehe Punkte 20 und 23).

Und weil ich den Herbst so liebe, kommen hier jetzt noch ein paar Fotos, die im Oktober entstanden sind.

Danke für's Lesen, ich hoffe, es war spannend! Und falls euch irgendein Punkt näher interessiert, könnt ihr gerne einfach nachfragen.










Meine Erfahrungen mit PERMANENT MAKE-UP und MICROBLADING


Nachdem ich heute das 39457837456ste Mal danach gefragt wurde, wie das eigentlich bei mir mit diesem Microblading war, und ob ich es weiterempfehlen würde, habe ich beschlossen endlich diesen Post zu verfassen, den ich seit Ewigkeiten vor mich herschiebe.

Aaaaaalso, ich habe eher helle Haare, was sich vor allem bei den Wimpern und Augenbrauen bemerkbar macht. Die sind nämlich fast blond und auch nicht gerade dicht. Denkt einfach an die berühmten Augenbrauen von Cara Delevigne (oder googelt sie, wenn euch nicht einfällt, wie sie ausschaut) und dann stellt ihr euch das genaue Gegenteil vor. So schaut das bei mir aus. So hell wie sie sind, so wenig dicht sind sie gewachsen. 

Ich weiß gar nicht mehr wann ich damit begonnen habe, aber seit einigen Jahren färbe ich mir die Augenbrauen. Früher habe ich das beim Friseur machen lassen, mittlerweile mache ich es alle zwei Wochen selbst. Die Wimpern lasse ich mir im Sommer manchmal färben, weil ich mich da seltener schminke.


Permanent Make-up

Vor vier Jahren habe ich mir dann mit Permanent Make-up den "Wimpernkranz auffüllen" lassen. Das heißt im Klartext, dass mir eine Kosmetikerin die Zwischenräume zwischen den Wimpern tätowiert hat. Also wie ein Lidestrich, nur ein bisschen weiter unten. Ja, ich bin echt krass drauf! 
Die ganze Prozedur war jetzt nicht angenehm, wie man sich ja denken kann, aber bei weitem auch nicht so schlimm (für mich), wie man es sich vielleicht vorstellt. Dazu muss ich aber sagen, dass ich Kontaktlinsen trage und da nicht so empfindlich bin. Bei der Kosmetikerin bei der ich war, hatte ich einen Beratungstermin, einen Behandlungstermin und Nachbessern, war auch im Preis inbegriffen.
Ich bin einmal zum Nachbessern gegangen, weil sich bei einem Auge ca. ein halber Millimeter Farbe während der Heilung gelöst hat und weil ich die Linie über beiden Augen ein wenig dicker haben wollte.
Die Heilung verlief insgesamt sehr unkompliziert. Ich habe mich brav an alle Vorgaben gehalten (nicht in die Sonne, nicht in die Saune, etc.) und war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. 
Wie lange das Permanent Make-up hält hängt von der Farbe und dem eigenen Körper ab. Mir wurde damals gesagt, dass es bei manchen nach drei Jahren langsam ausbleicht, bei anderen hält es locker zehn Jahre oder länger. Mir ist nach vier Jahren noch nichts in Richtung Ausbleichen aufgefallen. Es hält sehr gut und ich bin immer noch sehr zufrieden und glücklich damit.


Microblading

Hach, Microblading! Der neueste Trend was optische Schnelloptimierung betrifft.
Ich selbst habe zum ersten Mal über Instagram Wind davon bekommen. Wo sonst?!

Beim Microblading wird mit einem ganz kleinen Messer (klein=micro, Messer=blade) die Haut bei den Augenbrauen aufgeritzt. Auf diese offene Wund kommt dann die Farbe, und schon hat man den Effekt von feinen Härchen. Oder einfacher: ein Knast-Tatoo. Mal ehrlich, wer kommt darauf, dass das eine gute Idee ist?! Naja, im Nachhinein ist man immer klüger, also weiter im Text...

Ich war ganz begeistert von dem Ergebnis, habe ein bisschen recherchiert, mir 376548726 Fotos auf Pinterest und google angesehen und schon war klar: Das will ich auch! Habe ich doch bis dahin die Hälfte meiner Zeit beim Schminken mit einer perfektionierten eyebrow routine verbracht! Das könnte ich mir sparen?! Und das Permanent Make-up war ja auch gar nicht schlimm! Mein Entschluss stand fest und nachdem mir eine damalige Arbeitskollegin von einer Kosmetikerin erzählt hat, mit der sie gut befreundet ist und die Microblading gerade im Angebot hat, hatte ich auch schon einen Termin.

Hier noch ein kleines Vorher-Foto für euch. Bitte bedenkt, dass ich mir die Augenbrauen vorher einige Wochen nicht färben durfte und schminken war natürlich auch tabu.



Es gab leider von Anfang an einige Schwierigkeiten. So kam es zum eigentlichen Microblading erst beim dritten oder vierten Termin, weil immer irgendetwas war. 
Tja, seit dem höre ich genauer auf das Universum.

Dann war es endlich so weit. Zur moralischen Unterstützung hatte ich eine Freundin dabei, die zwischendurch dann doch sichtlich froh war, dass sie da nicht unterm Messer lag. 
Ich muss an dieser Stelle mal kurz erwähnen, dass ich bei einer tollen Kosmetikerin war, zu der ich auch heute noch für die ein oder andere Behandlung gehe. Das war keine Stümperin, auch wenn man das glauben könnte, wenn man sich meine Geschichte anhört!

Also, zuerst bekam ich eine betäubende Salbe für meine Augenbrauen. Spoiler: die hat echt NICHTS gebracht bei mir! Dann hat sie die Farbe ganz individuell für mich zusammengemischt (und auch sehr gut getroffen, also da gibt's wirklich gar nichts!). Die Umrisse meiner "neuen" Brauen wurden eingezeichnet und was ich besonders toll fand: sie wollte erst anfangen, als ich mir auch 1000%ig sicher war, dass die Form passt. Sie hätte das wahrscheinlich auch 20 mal neu gemacht, wenn ich es gewollt hätte. So weit so gut.

Und jetzt beginnt das Grauen! Als sie den ersten Schnitt machte, hätte ich fast laut geschrien. Der Schmerz war so unerträglich, dass nur noch das Geräusch dazu schlimmer war. Kennt ihr das, wenn ihr mit einem Stanley-Messer Papier schneidet und es macht dann so ein Kkkccchhhrrrr? (gebt es zu, ihr habt das Geräusch dazu in eurem Kopf gehört, als ihr "Kkkccchhhrrrr" gelesen habt! Da, schon wieder!) Und wenn ihr euch jetzt vorstellt, dass dieses Geräusch von eurer Haut kommt, die langsam aufgeritzt wird... ja, dann fühlt ihr euch vermutlich, wie ich mich damals gefühlt habe.

So geht das dann einige Minuten. Ritz, ritz, ritz, Farbe, Farbe, Farbe, ritz, ritz, ritz, usw. Dann kommt eine dicke Schicht Farbe ganz darüber, damit das gut in die Schnitte eindringen kann (wie krank eigentlich?!?!), dann wird die Farbe weggewischt und das Ritz-mich-Spiel beginnt von vorne. Dann kommt wieder eine dicke Schicht Farbe darauf, die ein paar Minuten lang einzieht, sie wird wieder weggewischt und dann hat man es geschafft.


Das ist leider das einzige Foto, das ich von direkt nach der Behandlung habe. (Ich schaue so fertig aus, weil ich es war...)

Für mich... und ich betone... FÜR MICH war es die pure Hölle! Ich habe noch nie solche Schmerzen gehabt. Aber ich hatte es ja geschafft, also alles gut. Alles was ich jetzt noch zu tun hatte, war jede halbe Stunde Aloe Vera Salbe auf die wunden, geschundenen Augenbrauen zu klatschen und mich zu freuen. Achso, und natürlich wieder keine Sonne, keine Saune etc. Das war leicht. Und das Ergebnis war so toll! Wie auf den tausenden Fotos im Internet! Ich war begeistert.

Leider hielt die Begeisterung nur zwei Tage lang an, nämlich bis mir nach dem Duschen die Farbe regelrecht vom Gesicht blätterte. 



Das Drama war groß, aber ich hatte ja zum Glück drei Termine im Preis inbegriffen. Wenn man allerdings weiß, dass das einfach nur noch einmal schreckliche Schmerzen bedeutet, dann ist das ein schwacher Trost. 
Um das Ganze ein wenig abzukürzen: ich musste alle drei Termine wahrnehmen und auch nach der dritten Behandlung hielt nicht die ganze Farbe. Jede Behandlung war furchtbar schmerzhaft. Ich habe es mit Musik versucht um das schreckliche Geräusch ein wenig zu übertönen, aber es hat wenig gebracht.

Langfristig kann ich sagen, dass der Unterschied zu früher schon groß ist und es gefällt mir auch ganz gut, aber langfristig sieht das Ergebnis von Microblading einfach nicht so aus, wie im Internet. Diese feinen Linien verschwimmen sehr schnell. So als würde man mit dem Finger über einen Strich fahren, den man mit einem Farbstift gezogen hat.
Ich habe andere Fotos gesucht, die zeigen, wie es nach einigen Monaten aussieht, aber ich konnte leider nur Bilder finden, die direkt nach der Behandlung entstanden sind. Das erkennt man daran, dass die Frauen oft sogar noch auf der Liege im Kosmetikstudio liegen, die Stellen ganz gerötet sind oder irgendwie wund ausschauen.

Ich habe zwei Fotos auf denen man sieht, wie das Ergebnis von Microblading nach einigen Monaten aussieht und ihr werdet gleich feststellen, dass kaum noch Linien zu erkennen sind. 



Auch auf diesen Fotos bin ich ganz ungeschminkt und habe mir die Augenbrauen nicht gefärbt.

Eine Freundin von mir, hat einige Zeit nach mir auch Microblading machen lassen. Sie war bei einer ganz anderen Kosmetikerin und hatte kaum Schmerzen bei der Behandlung. Allerdings sind bei ihr die Linien nach ein paar Monaten auch schon nicht mehr so gut zu erkennen gewesen. Auch sie ist grundsätzlich zufrieden und man erkennt einen deutlichen Unterschied zu vorher, aber es ist langfristig eben nicht wie direkt nach der Behandlung.


Zusammenfassung

Sowohl das Permanent Make-up, als auch das Microblading kosten um die € 300,-. Da sollte man sich also schon sicher sein. Geburtstags-Gutscheine und dergleichen sind da auch ganz hilfreich. ;) 

Ich persönlich empfehle NIEMANDEN Microblading. 
Permanent Make-up kann ich hingegen sehr empfehlen, wenn man eine gute Kosmetikerin findet. Verlasst euch nicht auf Fotos aus dem Internet. Nicht mal von der Homepage des Studios. Redet lieber mit Leuten, die so etwas schon einmal machen haben lassen und seht euch an, wie das Ganze langfristig aussieht. Dass einem bei Permanent Make-up ein dicker Balken über's Auge tätowiert wird ist Schnee von gestern! Die machen mittlerweile auch hauchdünne Linien, die auch nach Monaten noch hauchdünn sind. Wie bei einem Tattoo eben.

Ich habe zum Schluss noch die Fotos von oben anschaulich in ein schönes Vorher-Nachher Muster gepackt, dann habt ihr nochmal den direkten Vergleich. Meine gute Kamera habe ich leider noch nicht so lange, deshalb sind die alten Fotos so unscharf.
Vom Permanent Make-up habe ich leider keine Vorher-Nachher Fotos.




Abschließend möchte ich euch noch einmal daran erinnern, dass es hier um meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen geht. 
Für wen Microblading die beste Entscheidung überhaupt war, kann das hier gerne erzählen, am besten mit einem Link zum Kosmetikstudio, damit alle was davon haben. Aber auch sonst bin ich sehr gespannt auf eure Erfahrungen, Erlebnisse und Ergebnisse!



Workshop - Finde deinen Einrichtungsstil


Ach, ich liebe Workshops! Vom richtigen Atmen bis hin zum optimalen Zeitmanagement kann man heutzutage fast alles in Workshops erlernen. Aber nicht nur das. Man lernt neue Leute und neue Ansichten kennen und für jemanden wie mich ist das perfekt. Wenn es dann auch noch ein gemeinsames Mittagessen gibt, frage ich nur mehr: "Wo kann ich mich anmelden? Und darf ich gleich noch wen mitnehmen?" 
Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht jedes zweite Wochenende auf einem Workshop zu finden. Für mich ist das auch eher eine Ausnahme und etwas Außergewöhnliches. Immerhin gibt es auch vieles, das mich eben nicht interessiert und gratis sind die meisten Workshops auch nicht. Aber wenn ich dann wieder einmal etwas gefunden habe, das mir gefällt und ich dort war, bin ich tage- nein, wochenlang begeistert.

Ich habe in meiner Vorschau Juni 2016 kurz erwähnt, dass ich einen Workshop besuchen möchte, war mir aber nicht sicher, ob ich mich noch rechtzeitig angemeldet hatte. Es hat sich herausgestellt, dass ich noch früh genug dran war und so durfte ich letzten Samstag zum Workshop "Finde deinen Einrichtungsstil".
Ich bin mehr oder weniger früh aufgestanden (darunter versteht ja sowieso jeder etwas anderes), habe meine Kamera eingepackt und habe mich auf den Weg nach Walpersdorf gemacht. Um genau zu sein nach Schloss Walpersdorf! Ja, ein Workshop in einem Schloss. Und dann geht es auch noch um Einrichtung. Ich war nicht ganz ausgeschlafen, aber im siebten Himmel! Das Schloss war wunderschön und die Home Ausstellung von Lederleitner lud dazu ein genüsslich durch jedes Zimmer zu schlendern. Aber dafür war nachher auch noch Zeit. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Oder in dem Fall: Erst das eine, dann das andere Vergnügen.

Der Workshop "Finde deinen Einrichtungsstil" von Una Plant fand in einem eigenen Raum inmitten des Lederleitner Home Stores statt. Es war ein schöner dezenter Raum mit einer großen Präsentationsfläche und einem Tisch für die Teilnehmer. Auf dem Tisch waren Scheren und Kleber bereitgestellt. Die Veranstalterin war sehr nett, hat alle freundlich begrüßt und mit den anderen Teilnehmerinnen (überraschenderweise war kein Mann dabei) kam ich schnell in's Gespräch. Ich weiß nicht genau wie alt sie waren und möchte mich an dieser Stelle nicht blamieren, aber ich war doch die Jüngste und die einzige, die keine große Wiener Altbauwohnung zu gestalten hatte. Mit meinen 26 Jahren und der 45qm-Wohnung war ich doch eher die Ausnahme. Problem war das aber keines. 

Zuerst wurden uns einige Wohnstile vorgestellt und beschrieben, dann wurde uns das Moodboard und unsere eigentliche Aufgabe für den Workshop vorgestellt. 
Es war ganz schön viel Info und ich habe vieles eher allgemein aufgenommen, aber ich versuche euch hier einmal ungefähr zu erklären, wie wir dieses Moodboard gestaltet haben:

1) Grundfarbe: An dieser Farbe orientiert sich so ziemlich alles.
2) Passend zur Grundfarbe werden drei Farben gewählt, die den Boden, Fenster und Türstöcke und größere Möbel, wie zB. die Küche darstellen.
3) 2 Begleitfarben: Sie begleiten die Grundfarbe, unterstützen sie, können sich aber auch ein bisschen von ihr abheben. Diese Farben sind wichtig für Möbel, Vorhänge oder eine farbige Wand oder Tapete etc.
4) 2 Akzentfarben: hier geht es um Wohnaccessoires, also eher Dinge, die man leicht austauschen kann. Zum Beispiel eine klassische Akzentfarbe für die Weihnachtszeit ist rot.
5) Materialien: Hier geht es um den Boden, die Vorhänge, Tapeten, Stoff- oder Ledermöbel etc.
6) Inspirierende Bilder von Wohnaccessoires oder ganzen Räumen, die farblich in's Schema passen.

Alles klar? :) Also zu beginn wurden wir durch die Räume geschickt, um uns eine Grundfarbe auszusuchen. Die mussten wir fotografieren und dann wurde sie für uns ausgedruckt, damit wir sie auf unser Moodboard kleben konnten. Alles andere wurde dann am Tisch mit Anleitung und Hilfe ausgesucht. Für Punkt 6 durften wir wieder durch die Räume gehen und fotografieren, was uns gefiel und unserer Meinung nach passte.

Im Endeffekt war ich sehr zufrieden mit meinem Moodboard und ich bin mir sicher, dass so etwas sehr praktisch ist, wenn man einen Raum, eine Wohnung oder ein Haus einrichten oder umgestalten möchte. 
Ich wollte vor allem deshalb zu dem Workshop, weil mir zwar sehr viel gefällt, ich mir aber oft nicht sicher bin, wie ich das miteinander vereinbaren kann oder soll und ob es mir dann auch nach einem längeren Zeitraum noch gefällt. Dieses Problem konnte ich so halbwegs lösen, aber ich fühle mich jetzt um einiges sicherer und hoffe, dass ich mein neues Wissen bald einsetzen kann!


Schlafzimmer

Badezimmer mit Kupferbadewanne

Helles Wohnzimmer

Insgesamt kann ich diesen Workshop (der immer wieder stattfindet) auf jeden Fall weiterempfehlen. Und sonst kann man auch so in das Schloss und den Lederleitner Home Store bewundern, was ich bestimmt noch ein paar mal machen werde! Obwohl ich mir nicht sicher bin, wie gut das für meine Geldbörse ist...

Wie wohnt ihr so? Habt ihr einen bestimmten Einrichtungsstil an den ihr euch hält? Erzählt mir alles! :)




Meine erste Tupperparty - oder: Wie man eine Tupperparty überlebt




Vor einigen Monaten erntete ich staunende Blicke, als ich gegenüber einiger Arbeitskolleginnen zugegeben habe, noch nie auf einer Tupper-, Kerzen-, Bastel- oder Wasweißich-Party gewesen zu sein. Heutzutage kann man nämlich anscheinend aus echt allem eine Party machen. Von den meisten Dinge hatte ich noch nie etwas gehört und beim Rest war ich doch sehr überrascht, dass man daraus eine Party machen kann. 
Eine Putzparty?! Also ehrlich! Haben da alle Partyhüte auf und man putzt im Kollektiv unterm Strobolicht die Küche? Und nächste Woche ist dann das Bad von der Sabine dran! Ich bring' das Schwarzlicht mit! Yeah...!
Nein, danke. Nicht für mich. Aber als mich dann eine Freundin vor ein paar Wochen zu einer Tupperparty bei sich zu Hause eingeladen hat, war die Neugier doch sehr groß und ich sagte gespannt zu. 

Meine Erwartungen waren nicht sehr hoch. In meiner Vorstellung lief das Ganze so ab: einige Frauen sitzen an einem Tisch, es gibt Kaffee und Kuchen, ein paar Plastikschüsseln werden im Kreis rumgereicht und man darf erst gehen, wenn man etwas bestellt hat. 
Oder vielleicht ist es doch viel spannender! Vielleicht bekommen wir Kutten und beten in unterirdischen Gemäuern den Multi Meister Fuß mit Faschier-, Keks-, Reibe-, Schnitt- und Saftaufsatz an und weil ich ein neues Mitglied in der Sekte dem Verein bin, darf ich feierlich ein Grapefruit entsaften! Aber was, wenn ich nicht stark genug bin und das Glas nicht voll wird? Werde ich dann mithilfe des 6-teiligen Messersets den Tuppergöttern geopfert?! Ok, ok, da ist jetzt ein bisschen meine Fantasie mit mir durchgegangen, aber es kann ja nicht schaden ein paar Liegestütze zur Vorbereitung zu machen. Nur zur Sicherheit.

Dann war es soweit. Der große Tag meiner ersten Tupperparty war gekommen. Und es hat viel mehr Spaß gemacht, als ich gedacht habe. Zu meiner Enttäuschung gab es zwar keine Kutten, dafür aber Kaffee und dazu belegte Brote. Es hat sich auch herausgestellt, dass es ödes Schüsseln Herumreichen lange nicht mehr gibt. Stattdessen gibt es Live-Performances, die in einem kulinarischem Erlebnis gipfeln. Naja, kulinarisches Erlebnis ist dann vielleicht doch ein bisschen übertrieben, aber es gab Essen, also hey! 
Die Gerätschaften werden also nicht mehr nur hergezeigt, sondern tatsächlich benutzt. Und zwar nicht nur um ein paar Karotten zu schälen oder Zwiebeln zu zerkleinern, die dann achtlos in der Ecke liegen gelassen werden. Nein, es wird richtig gekocht und - mein Lieblingspart - anschließend auch gegessen. 
Bei uns gab es einen Aufstrich und einen Apfelstrudel mit Vanillesoße aus der Mikro. Hört sich alles schon mal nicht schlecht an, war dann aber noch so richtig lustig, weil irgendwie nichts so funktionierte, wie die Tupperfee (so nennt man diese Vorführerinnen doch, oder?) sich das vorgestellt hatte. Zum Beispiel ließ sich das Gemüse nicht so leicht zerteilen, und so war der Aufstrich dann... ich sage mal... etwas grob. Und ungesalzen. Aber egal, es gab ja noch den Strudel. Leider hatte auch die Maschine zum Reiben der Äpfel den Dienst verweigert, weshalb wir dann doch eine ganz herkömmliche Reibe aus dem schwedischen Möbelhaus verwendet haben. Dann kam aber die Vanillesoße und da war ich ganz begeistert! Einfach in die Mikro, ganz ohne Anbrennen, ganz ohne Stress. Meine Oma hat mir später allerdings erzählt, dass sie das seit Jahren schon genau so macht, nur in einer stinknormalen Glasschüssel...


Oma 1 : Tupperware 0

Zum Schluss durfte die Gastgeberin dann noch die glückliche Gewinnerin eines Mini-Kruges ziehen (ich war es nicht und habe ihr deshalb natürlich sofort die Freundschaft gekündigt!). Was mir wirklich gut gefallen hat war, dass jeder einen Katalog und ein Bestellformular mit nach Hause bekommen hat, das man dann ausgefüllt, falls man etwas bestellen möchte, der Gastgeberin gibt, oder ihr einfach ein Foto davon schickt. So gibt es absolut KEINEN Kaufzwang und man kann das Ganze nochmal überschlafen.



Was? Ich hatte euch Tipps zum Überleben einer Tupperparty versprochen?! Achja. Also gut:

  • Bringt Hunger mit. Aber nicht zu viel! Es wird ziemlich sicher Essen geben, aber es könnte sein, dass es nicht gelingt. Und falls doch, sind die Portionen eher überschaulich. Wahrscheinlich hängt das aber auch ein bisschen davon ab, was die Gastgeberin sonst so vorbereitet.
  • Ihr müsst NICHTS kaufen, wenn ihr nicht wollt und werdet zu keinen übereilten Entscheidungen gezwungen und das ist wichtig, denn...
  • Tupperware ist sauteuer!
  • Fragt eure Tupperfee vielleicht nach Vereinstreffen. Unsere hatte da ein paar lustige Geschichten auf Lager.
  • Liegestütze sind zur Vorbereitung nicht notwendig, schaden aber nie.
  • Und wie immer im Leben: nehmt das Ganze nicht zu ernst und habt einfach Spaß!

Mein Fazit zum Thema Tupperparty: ich würde vielleicht nochmal hingehen. Für mich geht es dabei aber nur um den gesellschaftlichen Aspekt, den die Firma Tupperware für den Vertrieb ihrer Produkte ja ganz gezielt nutzt. An den Produkten selber, habe ich allerdings kein großes Interesse. Ich verwende doch lieber Schüsseln etc. aus Glas. Die sind zwar schwerer, aber es ist halt doch umweltfreundlicher und teilweise gesünder. Plastikflaschen als "Ökoflaschen" zu bezeichnen, nur weil man sie wiederverwenden kann, finde ich doch ein bisschen sehr großzügig. Glasflaschen kann man nämlich auch ganz einfach wiederverwenden, ohne dass sich irgendwelche Schadstoffe im Getränk ablagern. Und wenn es dann wirklich doch mal Plastik ist, dann reicht mir auch die Variante aus dem schwedischen Möbelhaus, die nicht mal ein Zehntel von dem Preis hat. Ich bin sicher kein Umweltapostel, aber ich denke, dass man manche Dinge eben doch sehr einfach ein bisschen besser machen kann.

Zum Abschluss wünsche ich euch natürlich viel Spaß auf den diversen Partys, die es heutzutage so gibt und lasst mich ruhig wissen, was auf eurer Tupperparty schon alles schief gegangen ist!



Regenbogenkuchen selber machen - ein Erfahrungsbericht


Ich backe wirklich gerne, aber an einen Regenbogenkuchen hätte ich mich von selber wahrscheinlich nicht gewagt. Tja, aber für so etwas habe ich eine Schwester. Meine Nichte wird süße 18 und ich darf backen. 

Der Auftrag: "Ein Regenbogenkuchen. Also mit den einzelnen farbigen Schichten. Schön bunt. Aber außen ganz weiß! Aber schmecken soll er bitte auch, ja?! Alle, die so einen Kuchen einmal probiert haben, haben gemeint, dass er zwar toll aussah, aber nicht gut schmeckte. Das kannst du eh, oder? Super, danke! Und bring bitte auch die Kerzen mit!"

So, da stand ich nun. Ein übersteigertes Selbstbewusstsein, was meine Backkünste betrifft, hat mich diesen Auftrag annehmen lassen, aber ich war bereit alles für die Familie zu geben.
Schritt 1 war für mich ganz klar Pinterest. Da gibt es viele tolle Fotos, aber nicht ganz so viele verständliche Rezepte. Außerdem fange ich eh mehr mit bewegten Bildern an, also führte mich Schritt 2 meiner Recherche auf YouTube. Die Videos von CupcakeJemma kenne ich schon länger und ich war hocherfreut, dass sie eines davon der Herstellung des berühmten Rainbow Cakes gewidmet hat. Das Video dauert keine 17 Minuten. Naja, dann kann das ja so schwer nicht sein! Ha! FALSCH! Aus 17 Minuten können nämlich ganz schnell 17 Stunden werden! Aber die Liste der Zutaten war übersichtlich und in weiser Voraussicht startete ich zwei Wochen vor der Geburtstagsfeier einen Probedurchgang. 

Dieses Probebacken beinhaltete einen Merkur-Einkauf von fast einem Kilo Butter, noch mehr Zucker und ein bisschen Mehl, außerdem einen erfolglosen Besuch beim Konditor meines Vertrauens, der mir kein Farbpulver bescherte, das Ausborgen einer Springform von meiner Oma und einer weiteren Springform meiner lieben Nachbarin, die mir auch noch ihr Backofengitter überlassen musste, da ich die Formen sonst nicht in den Ofen gebracht hätte. 
Es hat dann einen ganzen Tag (unterbrochen von einem Kinobesuch - Deadpool. Es war eben Valentinstag...) gedauert, aber um 23:30 konnte ich dann endlich das fertige Kunstwerk präsentieren. Naja, eigentlich konnte ich es nur mir selbst präsentieren, weil alle anderen vernünftigerweise geschlafen haben.



Das Probebacken hat auf jeden Fall einiges gebracht. Zum Beispiel wusste ich jetzt, dass ich zu den knapp über 16 Minuten vom Video nicht nur die Backzeit dazuzählen muss, sondern es wirklich den ganzen Tag dauert so einen Regenbogenkuchen zu backen. Außerdem konnte man sehen, dass die Lebensmittelfarbe zwar gut war, ich aber mehr davon verwenden musst. Und zu guter Letzt: zwei Backformen reichen nicht. Und Teig und Buttercreme muss ich auch mehr machen.

Ich war dann ein paar Tage lang verzweifelt auf der Suche nach Einweg-Backformen, die mir die ganze Sache enorm erleichtert hätten, konnte aber einfach keine finden. 
Als der große Tag dann da war, also der Tag der Party, aber vor allem der Tag des Regenbogenkuchens, hat mir meine Oma in weiser Voraussicht gleich drei Backformen gegeben. Und oh Mann, das war wirklich eine Riesenhilfe!

Im Video werden für den Teig unter anderem 9 Eier verwendet. Ich habe im Endeffekt 11 Stück verwendet, also alle anderen Zutaten durch 9 und dann mal 11 gerechnet. So kam ich auf fast ein ganzes Kilogramm Zucker, Butter und Mehl.






Die Springformen hatten einen Durchmesser von 26cm. So wurde der Kuchen nicht nur hoch, sondern insgesamt richtig schön groß.

Zum Färben habe ich Lebensmittelfarbe in Pulverform verwendet. Im Video benutzt sie Paste, aber die bekommt man hier kaum und beim Müller gab es ein perfektes Set mit genau den Farben, die ich gebraucht habe. Beim Probebacken habe ich ca. ein halbes Sackerl von dem Pulver verwendet, für den richtigen Kuchen dann habe ich ein ganzes und den Rest vom Probebacken benutzt, also ca. 1,5 Packerl. 



Die Teigmengen waren dann leider ein bisschen viel für meine normale Haushaltsküchenmaschine, weshalb ich das Mehl etwas beschwerlich per Hand einrühren musste. Es war deshalb etwas beschwerlich, weil die Schüssel fast überging.




Mit drei Springformen geht das Ganze auf jeden Fall ein ganzes Stück schneller und besser. Ich habe den Boden der Formen mit rund ausgeschnittenem Backpapier belegt und mir so das Abwaschen zwischen den Backgängen erspart, aber lasst mich euch eines sagen: Ihr werdet wahrscheinlich nie so viel Geschirr abwaschen, wie wenn ihr einen Regenbogenkuchen backt! Vor allem das gleiche Ding immer wieder, weil ihr es ständig braucht, sich die Farben aber nicht vermischen dürfen!

Für die Buttercreme habe ich mir professionelle Hilfe von Dr.Oetker geholt und drei Packungen "Torten Creme klassischer Art" nach Anleitung zubereitet. Mit der originalen Buttercreme aus dem Rezept hat der Kuchen extrem süß und buttrig geschmeckt. Mit der Mischung war das viel besser! So hat es mehr nach einer Art Vanillepudding-Creme geschmeckt und alle waren begeistert, vor allem die Kinder. 
Beim Anrühren war die Creme irgendwie komisch weich und auch recht gelb und klumpig, aber ich habe dann einfach Maisstärke hinzugefügt und die Küchenmaschine volles Rohr aufgedreht und dann hat es gepasst.



Leider habe ich kein Foto von dem angeschnittenem Endprodukt, aber es hat wirklich toll ausgesehen und geschmeckt! 
Auftrag ausgeführt!

Meine Schwester war dann noch so lieb, extra vor allen zu sagen, dass ich die Torte gebacken habe und ich habe reichlich Applaus geerntet, worüber ich mich dann doch sehr gefreut habe!

Vielleicht konnte ich dem, oder seien wir ein bisschen realistischer, der einen oder anderen von euch weiterhelfen. Es ist wirklich möglich so einen Regenbogenkuchen, der gut schmeckt, selbst herzustellen. Man braucht nur sehr viel Zeit und ein halbes Dorf, das einen mit Backutensilien versorgt!